im Rahmen der Ausstellung “exklusiv” / Kunstpavillon Innsbruck / 2007

 

 
Your membership has been activated: Performance mit Security Guard

Hier – dort, ich – du, wir – sie, Club Member – Outsider, FreieR BürgerIn – Häftling. Grenzen haben einen multiplen Charakter. Ob offensichtlich oder unsichtbar, das Bestehen von Grenzen und damit einhergehenden Kontrollenmechanismen haben immer einen ökonomischen Nutzen. Ob Exklusivität suggeriert werden soll oder Personenverkehr „reguliert“ werden will, Grenzen haben immer etwas mit kalkulierter Willkür zu tun. Grenzen sind Parameter für den Wert, nachdem ein System seine Akteure bemisst.

Anlässlich der Ausstellung „exklusiv“ hatte ein angemieteter Security Guard die Aufgabe nur jenen BesucherInnen Zutritt zum Ausstellungsraum zu genehmigen, die sich ein Kontrollarmband am Handgelenk anlegen ließen. Weiters musste ein Fingerabdruck hinterlassen werden. Die Kontrollarmbänder hatten den Aufdruck eines veränderten EU- Logos – der Sternenkreis ist dabei geschlossen – mit dem Schriftzug „together“ – dem Geburtstagslogo der Europäischen Union zum 50. Jahrestag des Vertrages von Rom.

 

 

Eine Wandarbeit im Ausstellungsraum zeigt den Aufdruck der Kontrollarmbänder mit einem ergänzendem Schriftzug: Ghetto – Human Rights – Rotterdam Code – Border Intervention Teams – Gated Communities – Surveillance – Migrant Workers – Illegal Migration

Fotos: Günter Wett

Ausstellungsarchiv Kunstpavillon Innsbruck: http://www.kuenstlerschaft.at